Datum: 2026-06-10
Update: 2026-07-03
Bericht: Marco
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Hier kommen nachträglich die wichtigsten Notes des letzten Kirby Meetups in Berlin. Marco Geue hat sich, powered by Studio Agenturbüro, die Mühe gemacht, einen kleinen Recap-Artikel daraus zu machen.
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Am 10.06. war es wieder soweit und wir haben uns im Büro von Zammad in Berlin Mitte getroffen, mit ca. 10 Devs aus Berlin und Leipzig.
Die Agenda war wieder sehr offen gehalten mit viel Raum für Austausch, ungezwungenes Show & Tell und Anekdoten aus dem Entwickler:innen-Alltag.
Da die technischen Entwicklungen insbesondere aktuell so gar keine Pause machen, fiel es uns sehr leicht direkt ins Gespräch zu kommen:
Schon die paar Minuten bis alle angekommen waren, wurden für einen angeregten Austausch zum eigenen Umgang mit what else: KI-Tools genutzt. Es ergab sich insgesamt das Bild, dass die meisten KI aktuell intensiv in ihrer Arbeit einsetzen - nur wenige waren hier zurückhaltend oder gar ablehnend. Es war gleichzeitig interessant zu sehen, wie weit die Nutzung und die Anwendungsgebiete auseinander gingen:
Für manche macht KI vorher gefühlt unerreichbare Projekte plötzlich machbar, wie z.B. ein Analytics-Tool nach den eigenen Vorstellungen zu erstellen. Andere nutzen KI vor allem zum Selbststudium. Und für einige ist KI allgemein ein zentraler Begleiter für alle Projekte geworden. Irritation gab es über intransparente Token-Budgets, die plötzlich aufgebraucht sind, obwohl man doch noch mitten im Projekt steckt und die eigentlich noch einen halben Monat reichen sollten. Auch welche KI-Modelle sich für welche Aufgaben eignen und wo sich ggf. Tokens einsparen lassen, war für viele unklar.
Eine KI-Sicherheitsdebatte, die beim letzten Meetup das dominierende Thema war, blieb diesmal aus.
Das Show and Tell hat sich dynamisch über den Abend verteilt. Anthony Noel erzählte von einem mit Kirby erstellten Newsletter-Editor und seinem langjährigen Deepdive in Newsletter-HTML (und alle so OMG). Andere stimmten ein, dass sie schonmal ähnliches gebaut oder ausprobiert haben.
Felix Niklas führte uns hinter die Kulissen der Zammad Website, wobei es hier insbesondere um die Weiterentwicklung der Mehrsprachigkeit ging. So kamen wir auf das Content Translator Plugin von Johann Schopplich zu sprechen und dass dieses neben der DeepL-Übersetzung jetzt auch anbietet, das Kirby Copilot Plugin anzubinden und hierdurch sehr viel mehr Kontextinformationen der jeweiligen Seiten in die Übersetzungen einfließen zu lassen. Außerdem wurde über das neue Language Access Plugin von Thomas Günther gesprochen und die Erfahrung geteilt, dass viele Kund:innen genau diese Möglichkeit nachgefragt haben, neue Übersetzungen nicht immer gleich veröffentlichen zu müssen.
Alex Tolar hat uns anschließend sein komplexes Kirby Panel für ein Musiker- und Instrumenten-Register für die Website akamus.de vorgestellt, bei dem eine große Herausforderung die partielle Übersetzbarkeit und Referenzierung z.B. von Musikinstrumenten-Bezeichnungen war. In seinem zweiten Showcase ging es um Caching und Thumbs-"pre-warming" für die Website fritzbrunier.de und gefilterte Seiten durch custom caching für Seiten mit Query-Parametern.
Zu guter letzt gab es für alle noch ein kniffliges Rätsel wie der 503 Service Unavailable Error auf superrr.net zustande gekommen ist. Spoiler: es waren Bots die exponentielle Filter-Kombinationen auf der Seite ausgelöst haben. Als Lösung wurden hier schlicht die Kombinationsmöglichkeiten der Filter reduziert. Keep it simple.
Ausgehend von mehreren Beispielen aus dem Show & Tell gab es eine längere Diskussion über den Umgang mit Bildgrößen und Bildformaten um einen guten Mittelweg zwischen Ladezeiten und Bildqualität zu finden. Für viele war es erleichternd zu merken, dass sie nicht die einzigen sind, die mit dem Thema strugglen und es war bezeichnend, dass die persönlichen best practices weit auseinander gingen. Die radikale Position von Florian Stolzenhain, dass es srcsets und <picture>-Elemente mit zig verschiedenen Ausgabeformaten nicht wirklich brauche, sorgte dann nochmal für Diskussion. Nach diesem Ansatz, reicht es aus, ein Foto als JPEG in etwa doppelter Größe der maximal erwartbaren Anzeigegröße auszugeben und die Qualität auf 30-40% zu reduzieren, bestenfalls mit MozJPEG komprimiert (z.B. mit ImageOptim). Das reslutiere in sehr kleinen Dateigrößen und löse außerdem das Problem mit extrem hochauflösenden Smartphones, für die responsiv runterskalierte Fotos oft nicht funktionieren. Florian verwies auf einen Artikel von 2012 über die Retina Revolution. Das gleiche Konzept wird auch in diesem neueren Artikel von Jake Archibald beschrieben.
Als schon ein paar Leute gegangen waren, gab es noch eine kleine Austauschrunde dazu, wie mit Angeboten und Stundensätzen ungegangen wird. Dabei wurde schnell deutlich, dass für viele auch nach langjähriger Selbstständigkeit, die Kundenkommunikation und die Veranschlagung angemessener Stundensätze oder Projektpauschalen, eine Herausforderung ist und mit vielen Unsicherheiten verbunden ist.
Alles in allem war es wieder sehr inspirierend und verbindend in dieser Runde zusammenzukommen und zu merken, wieviele gemeinsame Themen uns beschäftigen, auch wenn wir mit so unterschiedlichen Ansätzen unsere Websites bauen. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Felix Niklas, der die Berliner Kirby-Meetups so verlässlich organisert und jedes Mal dafür sorgt, dass der Kühlschrank gefüllt ist und die Snacks nicht ausgehen!
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